Was braucht Demokratie, um junge Menschen zu erreichen, Milad Tabesch?
Shownotes
Abitur in der Pandemie. Erste Semester online. Mieten, die schneller steigen als Gehälter. Und eine Politik, die oft hilflos wirkt. Dass nur noch 22 Prozent der jungen Menschen im Ruhrgebiet der Politik vertrauen, ist für Milad Tabesch keine Überraschung, sondern eine logische Konsequenz.
„Man muss den Jugendlichen überhaupt keinen Vorwurf machen. Den Vorwurf kann man vielleicht der Politik machen."
Milad Tabesch kommt aus Bochum, ist 29 Jahre alt und hat 2023 die Initiative Ruhrpott für Europa gegründet. Er baut Räume, die auf Augenhöhe funktionieren, etwa in Schulklassen ohne Lehrkraft im Raum, in Cafés, in Formaten, die nicht nach Podiumsdiskussion aussehen. Wir sprechen darüber, warum lokale Identität ein Türöffner für die großen Fragen sein kann und was echte Beteiligung von gut gemeinten Angeboten unterscheidet.
Zu Gast: Milad Tabesch, Gründer von Ruhrpott für Europa, Mitglied im Bündnis für die junge Generation des BMFSFJ und 2024 ausgezeichnet als einer der 100 wichtigsten Köpfe der deutschen Bildungslandschaft.
Darum geht es in dieser Episode:
- Warum das Misstrauen junger Menschen gegenüber Politik nachvollziehbar ist und was sich ändern müsste
- Wie lokale Identität ein Einstieg in die großen Fragen sein kann
- Was Beteiligung wirklich bedeutet und für wen sie heute meistens funktioniert
- Warum guter Streit eine Frage des Tons ist
Gesellschaftsfragen ist der Podcast von More in Common.
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Credits Moderation: Anna Lob Redaktion: Wiebke Ewering Produktion/Schnitt: Frank Wiedmann / Studio Publix
Wir bedanken uns bei der Postcode Lotterie für die Unterstützung der ersten Staffel.